Was ist Trauma?

Wenn Überforderung Spuren im Körper hinterlässt

Bei Trauma handelt es sich um ein überwältigendes Ereignis und die Folgen, die daraus entstehen können. Es ist der innere Zustand, der nach einer Erfahrung bleibt, wenn etwas zu viel, zu schnell und zu plötzlich war.

Diese Reaktion entsteht, wenn Du im entscheidenden Moment mit dem Erlebten alleine warst und keinen Halt gefunden hast. In solchen Augenblicken reagiert Dein Körper automatisch, um Dich zu schützen. Spannung entsteht und ein Teil in Dir wirkt wie eingefroren, weil kein anderer Ausweg möglich war.

Dieses Erleben kann sich auch in der Verbindung zu Dir selbst oder zu anderen zeigen. Es fühlt sich so an, als wäre der Zugang zu Deinen Gefühlen erschwert. Manche Emotionen tauchen plötzlich auf, andere sind kaum spürbar. Grenzen sind weniger klar und die Nähe zu Dir und zu anderen fühlt sich unsicher an, weil das Gefühl von Orientierung und Sicherheit in solchen Momenten fehlt.

Es gibt verschiedene Arten von Traumata

Bindungstrauma

  • entsteht besonders früh durch unsichere oder fehlende emotionale Bindung
  • wenn Unterstützung durch eine verlässliche Bezugsperson, Verständnis und emotionale Sicherheit gefehlt haben
  • beeinflusst Nähe, Selbstwert, Grenzen und das Nervensystem bis heute

Dieser Bereich liegt mir besonders am Herzen, aus diesem Grund habe ich meinen Schwerpunkt auf die Begleitung von Menschen mit Bindungstrauma gelegt.

Entwicklungstrauma

  • entsteht durch wiederholte emotionale Überforderung oder Vernachlässigung
  • kein verlässlicher sicherer Ort, zu wenig Schutz und Unterstützung
  • wirkt auf innere Stabilität, Selbstregulation und Beziehungen

Ein Entwicklungstrauma entsteht, wenn ein Mensch schon früh keinen sicheren emotionalen Halt hatte und später weiteren Belastungen ausgesetzt war. Dazu gehören ständige Überforderung, emotionale Vernachlässigung, fehlende Unterstützung und wiederholte Grenzverletzungen. Körperliche, sexualisierte oder emotionale Gewalt spielen ebenfalls eine Rolle. Bindungs- und Entwicklungstrauma gehen oft ineinander über, wenn Sicherheit und Geborgenheit in den ersten Jahren gefehlt haben.

Schocktrauma

  • entsteht durch ein einmaliges, plötzliches Ereignis
  • Beispiele: Krieg, Folter, Naturkatastrophen, Operationen, Unfälle, einmalige körperliche oder sexualisierte Gewalt
  • das Nervensystem geht sofort in Alarmbereitschaft, der Körper ist wachsam und schreckhaft

Begriffe helfen, Erlebtes einzuordnen. Wichtig ist, wie es sich heute in Dir zeigt, im Körper, im Erleben und im Kontakt zu anderen.

Wenn Du spürst, dass alte Erfahrungen noch wirken und Du Dir mehr innere Sicherheit und Verbindung wünschst, dann buche gerne Dein kostenfreies Erstgespräch.