Wenn Plätzchen, Perfektion und Erwartungen aufeinanderprallen
Für viele beginnt der jährliche Marathon: Backen, putzen, kochen, organisieren, dekorieren. Alles in der Hoffnung, dass die Familie dieses Mal erkennt, wie viel Arbeit dahintersteckt. Die letzten Jahre war es ja nie gut genug, egal ob Plätzchen, Essen oder Deko, irgendetwas passte immer nicht. Genau deshalb gibt es dieses Jahr die doppelte Ladung. Du hast mehr gekocht, zusätzliche Plätzchen gebacken und jedes Detail noch gründlicher vorbereitet, damit niemand wieder etwas auszusetzen hat.
Vorbereitung, Aufwand und der leise Wunsch nach Anerkennung
Du bist tagelang damit beschäftigt, alles vorzubereiten, damit über die Feiertage niemand enttäuscht ist. Innerlich wächst der Wunsch, endlich einmal zu hören, dass jemand sieht, wie viel Du leistest. Ein einfaches „Wow, das hast Du toll gemacht“ wäre schon viel wert.
Was an den Feiertagen wirklich passiert
Kaum sind die Festtage da, dreht sich plötzlich alles um andere Dinge.
Da heißt es dann:
„Der Tisch sieht dieses Jahr anders aus.“
„Letztes Jahr hat das Essen besser geschmeckt.“
„Hattest Du früher nicht noch mehr verschiedene Sorten Plätzchen?“
Und dann die Vergleiche:
„Bei meiner Freundin in der Familie sieht das viel festlicher aus.“
„Die haben an Weihnachten ein ganz anderes Menü.“
„Dort schmecken die Plätzchen immer besser.“
Alles wird kommentiert, Plätzchen, Menü, Deko, andere Familien, als würdest Du an einem Wettbewerb teilnehmen.
Gespräche, die Dich tiefer treffen als gedacht
Ein Geschenk, ein Wort oder eine Bemerkung reichen oft aus und schon verändert sich die Stimmung. In solchen Situationen zeigt sich schnell, was im Hintergrund schon länger brodelt. Es wird klar, dass es nicht nur um Plätzchen, Essen oder Deko geht, sondern um alte Verletzungen, unausgesprochene Erwartungen und die Frage, wer welchen Platz in der Familie hat. Dabei entstehen Situationen, in denen man heraushören kann, dass Neid und Eifersucht mitspielen, unter anderem auch bei Geschwistern, die sich seit Jahren vergleichen.
Momente, in denen Erwartungen zerplatzen
Das Fest, in welches so viel Hoffnung geflossen ist, zeigt am Ende vor allem eines:
Du gibst alles und wirst trotzdem nicht so gesehen, wie Du es Dir wünschst. Zurück bleibt das Gefühl, alles versucht zu haben und dennoch übergangen worden zu sein. Besonders dann, wenn Du Dir gewünscht hast, dass es dieses Jahr anders wird.
Was Dir helfen kann, diese Zeit anders zu erleben
Es ist hilfreich, Weihnachten bewusster anzugehen, Erwartungen herunterzufahren, auf seine eigenen Grenzen zu achten und sich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein schönes Weihnachtsfest entsteht nicht dadurch, dass alles perfekt ist.
Es entsteht dort, wo Du Dich selbst nicht aus dem Blick verlierst.
Kennst Du solche Situationen aus Deiner eigenen Familie? Dann buche Dein kostenfreies Erstgespräch.